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Ursache – Wirkung versus Bewertung

Als meine Kinder noch klein waren, habe ich an einem von Polizisten und Psychologen geleiteten Präventionskurs teilgenommen. Kernaussage war: Das Kind kann sich am besten schützen und geschützt werden, wenn es ein Gespür für sein Bauchgefühl entwickelt. Es lernt ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, ob ihm etwas gut tut oder nicht. Es lernt, dass sein Bauchgefühl ihm ein guter Kompass ist. So kann es lernen rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört unbedingt, dass wir die Wertungen in der Kommunikation mit unseren Kindern raus lassen und ihnen Raum für die Artikulation ihrer Gefühle geben. Ab da wurde mir erst bewusst, was Wertung bedeutet und wie sehr unsere Sprache doch von Wertungen geprägt ist.

Was geschieht, wenn wir von Wertungen geprägt werden? Wir sind mit unserem Bewusstsein im Außen und vergessen uns selbst. Wir orientieren unser Handeln am Außen. Was denkt der andere von mir? Wie agiere ich am besten, damit ich im Außen auf positive Resonanz stoße, dazu gehöre oder gar erfolgreich bin? So erziehen wir uns Opfer und Lemminge heran. Ein hervorragender Nährboden für Machthaber jedweder Art. Befürworter findet heute der, der laut und mutig mit der Faust auf den Tisch haut und damit vermeintlich zeigt, dass er das Zeug zum Anführer hat. Ob die Inhalte stimmig und sinnvoll sind, scheint weniger relevant zu werden. Schauen wir doch nur auf die Politik Richtung USA, Brasilien und auch bei uns. Warum ist das so? Weil der Großteil der im Außen orientierten Menschen sich fragt, wem sie am liebsten folgen. Sie haben vergessen oder es ist unbequem geworden wirklich selbst über Inhalte nachzudenken und der eigenen Stimme Raum zu geben.

Aber das ist Demokratie: Freie Meinungsäußerung. Dazu muss man jedoch erst mal lernen, was eigene Meinung ist und wie man sie artikuliert!

Was ist also die Alternative zur Wertung? Das Vermitteln von Ursache und Wirkung. Wenn ich mir Menschen in ihrem Netzwerk (ihrem System) anschaue, sei es der Mensch im privaten Umfeld, im Unternehmen, in der Behörde, in der Politik, in der Religion oder in seinem historischen Ursprung, sehe ich letztendlich die Quelle seiner Beweggründe immer wieder in dem Wunsch gesehen zu werden. So simpel es erst klingen mag: Wirklich gesehen werden, bedeutet Achtung und Respekt, der einem gebührt, zu erhalten. So können wir schon in der Erziehung immens viel tun. So sollten wir weg von Bewertung gehen und hin zur Sensibilisierung von Ursache und Wirkung. Es reicht, wenn wir unseren Kindern zeigen, dass wir sie sehen und annehmen! Wir können ihnen mitteilen, was wir sehen, Fakten aussprechen. Wenn es zum Beispiel wütend ist, kann man sagen: “Ich sehe, dass Du wütend bist.” Man kann das Kind bitten, die Wut näher zu erklären und mitteilen, was man versteht, aus welchem Grund das Kind wütend ist. Dann kann man ggf. erklären, wie die Umstände sind, was warum nicht geht und was geht. Es ist auch ein Leichtes ein Kind aufzufordern darüber nachzudenken, wie es sich selbst in der Rolle des anderen fühlen würde und für welche Handlung es sich jetzt entscheiden würde. Alleine aus solch einer Kommunikation kann sich ein Kind seiner eigenen Mechanismen bewusst werden und erkennen, was seine Handlung bewirkt. Gleiches geht mit Trauer, Resignation, Frust, Freude, Erfolg und anderen Gefühlen. Es lernt sich selbst aner-kennen und wird sich seiner selbst bewusst. Es bleibt mit seiner Wahrnehmung im Innen und erfährt dabei die Wechselwirkung mit seinem Außen. Mit Ihrer Unterstützung wird ein Kind Alternativen finden, die im besseren Gesamtkontext und auch -konsens stehen. Kinder sind wissbegierig und außerordentlich kreativ, wenn man sie lässt! Zeigen wir ihnen Respekt, können sie hervorragend auch Respekt für andere entwickeln. Das Wunderbare daran ist: Sie entwickeln ihre Fähigkeit selbstständig zu denken! Sie sind mit Ihrer Wahrnehmung im Innen und können sich selbst reflektieren. Sie lernen gesundes und flexibles Sozialverhalten. Keiner und nichts im Außen funktioniert nach Schema F.. Mit dem Gespür für Ursache und Wirkung verbunden mit dem eigenen Bauchgefühl lernen Kinder selbstständig und flexibel auf unvorhergesehene Probleme zu reagieren oder diesen vorzubeugen. Sie entwickeln zudem dabei ein schlichtweg gesundes Selbstbewusstsein und Kreativität.

Diese Menschen sind es, die unserer Demokratie eine solide Basis geben und die mit ihrer Fähigkeit zum Neu- und Andersdenken auch unserer Wirtschaft und unserem Sozialleben eine positiven Impuls geben können.

 

 

Quantenphysik und Spiritualität

Auf einen Text, der kritisiert, dass die Quantenphysik als Beweis für die Spiritualität herangezogen wird, nehme ich folgenden Bezug:

Spiritualität und Quantenphysik werden oft gern in einem Atemzug genannt und oft frage ich mich als Nicht-Phyiskerin, inwiefern derjenige, der darüber spricht, sich tatsächlich mit Quantenphysik auseinandergesetzt hat. Auch ich habe noch keinen Passus gelesen, in dem die Quantenphysik die Spiritualiät beweist.

Dennoch hat nach meinem Verständnis die Quantenphysik einen Türöffner für die Akzeptanz der Spiritualität geliefert. Sie hat die klassische Physik ins Wanken gebracht und aufgezeigt, dass es da noch mehr geben muss. Als Fazit blieb bei mir nicht nur haften, dass die Tatsache eines Beobachters ein wichtiger Teil der beobachteten Wechselwirkungen ist. Vielmehr wurde mir bewusst, dass generell Wissenschaft sich auf eine beschränkte Anzahl von Variablen konzentriert und für alle anderen existierenden Variablen die Annahme trifft, sie seien konstant. Allein schon deswegen bietet die Wissenschaft nur ein kleines Fenster für den Blick auf das was ist und kann einem lediglich eine Annäherung an die Realität liefern, nicht aber die Realität abbilden.

Durch die Quantenphysik ist meines Erachtens eher eine Art Selbstbescheidenheit in die Wissenschaft eingetreten, die der Möglichkeit des spirituellen Seins wieder mehr Raum gibt. So gesehen ist die Quantenphysik in einer wissenschaftsorientierten Gesellschaft ein Türöffner dafür, dass Spiritualität die Rationalität nicht ausschließt. So bietet die Quantenphysik für mich nicht die Beweisgrundlage für Spiritualität, sondern den Türöffner zur Spiritualität.

Viel spannender in Richtung Spiritualität hingegen finde ich jedoch die Annahme des Naturwissenschaftlers Burkhard Heim, dass es 12 Dimensionen gäbe. Über die Annahme der 12 Dimensionen ist es ihm mathematisch gelungen die Widersprüche der klassischen Physik und Quantenphysik aufzuheben. Heim gilt jedoch bis heute noch als umstritten. Vielleicht nur deswegen, da es zum einen äußerster Anstrengung bedarf seine Herleitungen nachzuvollziehen, zum anderen weil neue Denkweisen, die das alte Bild zerrütten, nur schwerlich angenommen werden.

Noch viel interessanter finde ich die Auseinandersetzung mit dem Nullpunkt-Feld. Materie ist nichts anderes als Energie. Hier empfehle ich das Buch von Lynne McTaggart ‘Das Nullpunkt-Feld’.

 

Täterenergie und was kann man tun?

Den hier aufgeführten Post auf Facebook möchte ich als Beispiel zum Anlass nehmen, mit Ihnen meine Gedanken zur Täterenergie zu teilen. Folgendes schreibe ich, da ich glaube, dass es manchmal auch sinnvoll sein kann, unangenehmen Facetten des Lebens ins Auge zu blicken. So, denke ich, haben wir eine weitere Chance dem Wandel der Zeit einen guten Impuls zu geben.

In meinen Erfahrungen in systemischen Aufstellungen als auch im Reinspüren bei Personen ist mir hier und da auch die Täterenergie in ihrer hochgradigen Form begegnet *. Diese Energien trugen ein absolutes Allmachtsgefühl in sich, welches schien, dass es durch nichts durchbrochen werden könnte. Es entsprach einem derartigen Rausch gleich einer Droge, bei der es keinen Anlass gäbe, sich ihrer zu entledigen. Die immer wieder neuen Erfahrungen der Täter, dass dem von außen bisher keiner habhaft werden konnte, verstärkte das Extasegefühl nur noch mehr. Ein Gedanke, sich von diesem Zustand zu entfernen, konnte nicht ansatzweise aufkommen. Weit jenseits von Moralfragen wurden Opfer nicht als Leben, sondern als simple Spielfiguren wahrgenommen, die aufgrund ihrer Machtlosigkeit eher der Lächerlichkeit anmuteten. Jedes Brechen des Gegenübers nährte das Allmachtsgefühl nur noch mehr. Einher ging dieser Rausch mit einer extremen Sexualität, die immer wieder nach neuem Nährboden suchte. Perversitäten waren dabei keine Grenzen gesetzt. Werte waren nicht existent. Eine Spirale, aus der es keinen Ausweg zu geben schien – geschweige aus sich selbst heraus noch von außen.

Ich wurde einmal gefragt, was man tun könne, wenn man sich dieser Energie gegenübergestellt sieht. Dazu kann ich zunächst erst einmal sagen, dass man alles dran setzen sollte, gar nicht erst in ihre Nähe zu kommen! Sie scheint quasi kaum durchbrechbar. Dennoch gab es in den Aufstellungen eins-zwei-mal die Situation, dass der Täter seinem Opfer ins Auge blickte und dieser in sich zusammenbrach. Es war das plötzliche fast unerträgliche Erfassen des maßlosen Leidens, das er seinen Opfern zugefügt hatte, und der maßlosen eigenen Schuld. Das Leid seiner Opfer wurde zu seinem in dem Bewusstsein, dass es durch nichts wieder gut zu machen ist. Ein Zustand, das dem des obigen Bild des Matadors mit dem Stier gleicht. Wie oben in Englisch beschrieben, hat der Matador ab diesem Moment sein Leben dem Kampf gegen den Stierkampf verschrieben.

Was war geschehen? Das Opfer blickte seinem Täter direkt in die Augen, so wie der Stier hier dem Matador. Dabei erblickte und erkannte der Täter in den Augen seines Opfers seine eigene Tat. Doch in die Augen blicken und in die Augen blicken, ist nicht das gleiche! Nach meiner Wahrnehmung ging es vielmehr um die innere Haltung des Opfers, um einen Seinszustand. Ein Zustand, in dem man aus sich heraus “einfach” ist an Stelle auf den Täter zu reagieren.

Habe ich Angst, möchte ich fliehen oder bin erstarrt. Vor was habe ich in der Situation Angst? Ich habe vor der(n) nächsten möglichen Handlung(en) oder Weiterhandlung des Täters Angst. Ich reagiere damit auf das, was der Täter tut oder tun könnte. Werde ich aggressiv oder wütend, möchte ich die Handlung(en) des Täters durchbrechen. Auch hier reagiere ich mit meinem Verhalten auf seines. Allerdings sehe ich in der Wut schon einen höheren Anteil des aus sich selbst heraus Agierens. Aber der Stier hier trägt offenbar keine Wut in sich. Er könnte in diesem Moment, in dem der Matador in sich zusammenbricht, diesen leicht und effektiv attackieren.

Aber was tut der Stier dann? Er bewahrt Ruhe und schaut seinen Peiniger nur an. Ebenso flieht er nicht oder scheint vor Angst erstarrt. In welchem Zustand befindet er sich also? Er scheint sich im Sein zu befinden. Er ist bei sich in der Eigenwahrnehmung. Aus der Kraft der Eigenwahrnehmung heraus erscheint das, was der Täter tut, völlig sinnfrei. Aus der Entwicklung der eigenen inneren Kraft im Sein, erscheint der Täter als schwach. Nicht etwa, weil der Täter geschwächt ist, sondern die Kraft des inneren Seins hat an Größe gewonnen und schwächt den Täter in Relation dazu. Was meine ich mit dem inneren Sein in dem Moment? Es ist der reine Focus auf sich selbst, die Konzentration auf den eigenen inneren Impuls bei offenem Blick auf den Täter. Frei jeglicher Reaktion. Was erblickt somit der Täter in den Augen des Opfers? Er erblickt nicht den Spiegel seiner vermeintlichen Allmacht, denn das Opfer reagiert nicht auf ihn, sondern ist bei sich. Das Opfer lässt ihn in seine ihm eigene Größe blicken. Der Täter erkennt, dass sein Gegenüber keine Spielfigur ist, sondern eine lebhafte Größe. Und somit erkennt der Täter seine eigene Tat am Leben des Gegenübers.

Dies ist natürlich leichter geschrieben als getan. Keine Frage! In einer solchen Situation bei sich zu bleiben setzt ein ungeheures (Selbst-)Bewusstsein voraus. Aber wie das Wort Selbstbewusstsein schon sagt: Es bedarf des Bewusstsein seiner selbst, was mit Selbstbewusstsein im positiven Sinne einhergeht. Denn wer sich seiner in aller Offenheit und Gänze bewusst wird, kann sich auch annehmen.

Nicht ohne Grund stellen Polizei und Psychologen fest, dass sich Täter meist unsichere Menschen als Opfer suchen. Geht man auf Lehrgänge für Präventivmaßnahmen für Kinder, ist das A und O das Entwickeln der Selbstwahrnehmung bei den Kindern. Sensibilisierung für das eigene Bauchgefühl, wertfreie Kommunikation und Raum für eigene Artikulation gehören dabei zu den Grundlagen.

Doch wieviele wurden tatsächlich unter diesen kraftgebenden Bedingungen erzogen? Geprägt durch Altlasten und Glaubensmuster muss sich der Weg ins Selbst-bewusst-Sein erst einmal wieder gebahnt werden. Tun Sie es. Tun Sie es ganz für sich. Sie dürfen nicht nur in einen erfüllenderen Zustand des Selbsbewusstseins kommen, sondern als Teil des Ganzen leisten Sie dabei sogar noch einen Beitrag für das Ganze. Denn jede Ihrer Taten, und wenn Sie nur in Ihrer aufrichtigen Selbstwahrnehmung sind, schlägt Wellen im Außen. Je mehr wir im Ganzen in unserer kraftvollen positiven Energie und Kraft sind, desto weniger hat anderes eine Chance.

• Ich weise dabei darauf hin, dass ich in keinster Weise Ambitionen habe, mich mit diesen Energien gezielt auseinander zu setzen! Vielmehr ist es mein persönlicher Wunsch und Focus, dass der Mensch in die erfüllende Kraft der inneren Verbundenheit mit allem (All-ein) kommt.

 

 

Folge dem, wohin Du von Herzen möchtest. Alles andere wird von alleine klein.

Stell Dir vor, Du hast ein Ziel, dem Du folgen möchtest. Dafür möchtest Du gegebenenfalls erst einmal die Grundbedingungen schaffen. Vielleicht sagt Dir einer Deiner Glaubenssätze, dass Du erst einmal alle äußeren Bremsen hierfür wegräumen musst. Allein der Gedanke daran, bremst Dich womöglich schon so aus und Du denkst, dass es eh nicht zu schaffen sei.

Angenommen, Du hättest 100% Energie und 50 % davon würden durch Deine Alltagspflichten, Sorgen und Ängste gebunden. Die übrigen 50 % wären mit positiven Dingen befasst. Stelle Dir nun vor, Du hättest 20% Deiner positiven Engergie zur freien Verfügung und könntest entscheiden, ob Du diese zum Abbau der 50 % negativen Energie verwendest oder ob Du die 20% in Deine positive Energie reinvestierst. Was glaubst Du passiert?

Wenn Du die 20 % zur Behebung der negativ-Energie verwendest, bleibt eventuell alles gleich. Vielleicht hast Du dann 20% Sorgen behoben, aber Du hast auch 20% Deiner positiven Energie verbraucht. Was auch sein kann, Du wirst noch erschöpfter. Du hast Dich mit 20% Deiner Energie mit Deinen Sorgen befasst und es macht Dir noch mehr unangenehme Gefühle. Möglicherweise kommst Du in eine Sorgenschleife. Der Anteil der negativen Energie erhöht sich innerhalb Deiner verfügbaren Energie.

Jetzt stelle Dir vor, Du verwendest 20% Deiner Energie für positive Dinge, die Dir Freude bereiten. Was geschieht mit Dir? Ist Deine eingesetzte Energie verbraucht? Nein. Im schlechtesten Fall ist sie gleich bleibend. Höher Wahrscheinlich ist sogar, dass Du mehr Energie als vorher hast. Was passiert mit den Anteilen Deiner Energie? Gut möglich, dass Du nun 30% negative Energie und 70% positive Energie hast. Der Anteil der negativen Energie hat sich in Relation deutlich verkleinert. In Summe hast Du schlechtesten Falls genauso viel Energie wie vorher, wahrscheinlich aber mehr! Jetzt kannst Du immer noch vielleicht 10% Deiner Energie für die Behebung Deiner Alltagssorgen verwenden. Manches hat sich dann evtl. sogar von allein erledigt.

Achte also einfach nur darauf, dass Du als erstes in Deine positive Energie investierst. Höre in Dich hinein. Bestimme selbst Deinen Flow. Denke im Hier und Jetzt. Überdenke die Reihenfolge Deiner Prioriäten. Schenke Dir zunächst positive Energie und investiere dann von der gewonnen Energie nur einen Anteil zur Behebung dessen, was weniger erfreulich ist. Wenn Du das Prinzip schrittweise verfolgst, sei nicht überrascht, wenn Du plötzlich irgendwann nur so vor Energie strotzt. ;o)

Kleiner Tip: Wenn Du nicht weißt, was Dir Freude bereitet, ist es in Ordnung. Gib Dir den Raum für Dich. Auch wenn Du vielleicht erste einmal Löcher in die Luft starrst. Dann braucht es zunächst einen Raum für die innere Leere. Eine innere Leere, die die Chance bekommt, sich mit der Zeit mit Deinen positiven Wünschen und Bedürfnissen zu füllen. Gib Dir dafür die nötige Zeit, sei liebevoll zu Dir selbst und vertraue Dir.

 

 

Verbindung zwischen Himmel und Erde

Folgendes schreibe ich, weil ich glaube, dass wir alle miteinander verbunden sind. Ich möchte, dass Du weißt, dass Du die Kraft und alle notwendigen Informationen in Dir trägst. Horche in Dich hinein, sei Du selbst – atme. Atme in Deine volle Größe. Atme bewusst ein und aus und spüre, wie Dein Atem Deinen Körper durchdringt. Spüre, was der Atem mit jeder einzelnen Zelle in Dir macht. Spüre, was jede einzelne Zelle mit Dir macht und sei einfach Du selbst. Und auch wenn eine schwierige Situation auf Dich zukommt: Atme und sei bei Dir selbst. Vertraue – Du bist großartig, so wie Du bist.

Ergänzend hierzu passt auch ein Exkurs in die Physik aus einem Buch das ich gerade lese:

Hal Puthoff schaffte es, die Newtonsche Formel F = ma (Kraft ist gleich Masse (oder Trägheit) mal Geschwindigkeit), zwar ein Gesetz der Physik, aber dennoch nie zuvor mathematisch bewiesen, als erster abzuleiten. Im Zusammenhang mit den Erkenntnissen über das Nullpunkt-Feld stellten die Physiker Bernie Haisch, Alfonso Rueda und Hal Puthoff fest, “dass es keine zwei fundamentalen physikalischen Einheiten gibt – die eine materiell, die andere immateriell-, sondern nur eine einzige: Energie. (….) Masse sei nicht ein Äquivalent von Energie; Masse sei Energie. 36 Oder sogar noch fundamentaler: Es gibt keine Masse. Es gibt nur Ladungen.”1

Wenn man zusätzlich bedenkt, dass Wellen des Nullpunkt-Feldes über nahezu unbegrenzte Speicher-kapazität verfügen und beim Treffen aufeinander alle Informationen der anderen Welle in sich speichern, so erscheint es nicht unplausibel, dass wir alle Information jederzeit und überall auch in uns abgreifen können:

“Wenn alle subatomare Materie in der Welt ständig mit diesem sie umgebendem Feld der Urenergie in Wechselwirkung steht, dann enthalten die Wellen des Nullpunkt-Feldes stets umfassende Informationen über die Form von allem, was existiert. Als Verkünder oder Träger aller Wellenlängen und Frequenzen ist das Nullpunkt-Feld eine Art zeitloser Schatten des Universums, ein Spiegelbild oder ‘Fingerabdruck’ von allem was je existiert hat. In gewisser Weise ist das Vakuum der Anfang und das Ende von allem im Universum. 232

Vertraue, Du hast alle Informationen in Dir selbst.

Verbindung zwischen Himmel und Erde, N. v. Fischern

Auf Facebook sah ich ein wunderbares Foto von Ray Collins, auf dem sich Mond und Welle quasi berührten, während sie durch den Mondlichtstrahl ihre kraftvolle Verbindung fanden (auf Facebook vom 13.7.17, seine Seite: www.RayCollinsPhoto.com). Dadurch angetriggert wurde es mir ein Bedürfnis, hier nieder zu schreiben und zu malen, was ich kürzlich in einer Meditation erlebt habe und an deren Erkenntnis ich Euch teilhaben lassen möchte:

Zunächst war ich umhüllt von einem tiefen und dennoch lichtdurchlässigen Grünblau. Es fühlte sich an wie im Ozean. Ich war geschützt und wurde gehalten. Später sah ich den Himmel. Er war zum Greifen nah und leuchtete. Es war mehr als der Himmel. Es war das Universum, das Spirituelle. Je länger ich hin schaute, desto mehr folgte eine Art Manifestation. Das leuchtende Licht entwickelte sich zu einer Spirale und transformierte zu glänzend goldenem Sandstein: Eine Säule gerkönt mit einem bauchigen Herzen, umrahmt mit Pflanzen und dezent dazu einem Schwert. Diese Manifestation und die Energie, die es umgab, waren königlich. Irgendwann kam dann das Bild, dass ich über den Wogen, des Ozeanes lief. Die Wogen bewegten sich und doch war der Gang sicher und fließend. Alles war Gehalten und im Flow.

Nach der “Meditation”  atmete ich noch einmal tief in mich hinein und spürte in mir eine riesige kraftvolle Säule. In mir kam ein Verständnis für die Verbindung zwischen oben und unten, Himmel und Erde, Spiritualität und Natur und dass gleichzeitig in der Spritualität ebenso die Manifestation Bestandteil ist, wie umgekehrt in der Natur die Spiritualität. Die Säule in mir war Manifest und doch durchlässig und voller Energie.

Wenn Masse nichts anderes ist als Ladungen bzw. Energie, wie wenig abwägig erscheint es dann, dass wir das Manifest unseres eigenen Geistes sind? Das bedeutet dann auch:

Du kannst Dein Leben selbst manifestieren.

Fußnoten:

1 Lynne Mc Taggart, Das Nullpunkt-Feld, Auf der Suche nach der kosmischen Ur-Energie, Seite 64-65
2 Lynne Mc Taggart, Das Nullpunkt-Feld, Auf der Suche nach der kosmischen Ur-Energie, Seite 53
36 Verweis von Lynne Mc Taggert auf: Haisch et al., “Beyond E = mc2“. 
23 Verweis von Lynne Mc Taggert auf: Verschiedene Gespräche mit Hal Puthoff 2000 und 2001; außerdem H. Puthoff, “On the relationship of quantum energy research to the role of metaphysical processes in the physical world”, www.metalist.org.

 

Religion, Glaubenskriege und unser innerster Kern

Was ist Religion? Was und wer führt zu Glaubenskriegen? Wird Religion vielleicht für ganz andere Ziele instrumentalisiert als zum reinen Selbstzweck? Finden wir tatsächlich eine friedvolle Lösung, wenn wir darüber diskutieren, welche Religion die schlechtere oder bessere ist?

Nehmen wir uns ein Stück zurück. Betrachten wir aus weiter Entfernung (quasi neutral) alle Religionen in ihrer Gesamtheit. Haben sie nicht alle einen gemeinsamen Ursprung? Die Suche nach unserem wahrhaftigen Sein und nach unserem Daseinsgrund? Ist Religion nicht ein Versuch, eine Antwort zu finden auf das, was wir uns nicht erklären können? Für viele ist Religion die Suche nach einer Orientierung und Halt, um zu wissen, wohin der nächste Schritt gehen soll. Für viele die Grundlage von Moral, die die Gesellschaft zusammen hält. Wie leicht ist es jedoch, dieser Orientierungsbedürfnisse Herr zu werden, indem man die Überschrift ‘Religion’ verwendet und damit ganze Völker lenkt? So leicht, dass teilweise Menschenrechtsverletzungen Ihre scheinbare Daseinsberechtigung finden? Ist das dann noch Religion?

Wenn wir Mut haben loszulassen, uns selbst zu vertrauen, unserer Intuition zu vertrauen, uns aufrichtig zu lauschen, uns zu achten, uns anzunehmen, nähern wir uns unserem Sein. Ab dem Moment, wo wir lernen uns selbst zu achten, achten wir wie von selbst auch unser Umfeld. Hier ist für mich der Weg zum friedvollen Miteinander. Schauen wir nicht im Außen, sondern im Innern. Lassen wir uns nicht lenken, sondern gehen wir vertrauensvoll in die eigene Kraft. Sie ist da. Damit können wir jeder einzelne in die Eigenverantwortung gehen und einen Beitrag zum friedvollen Miteinander leisten.

In unserem innersten Kern sind wir alle miteinander verbunden. Schauen wir mit dem Herzen.

Bodo Jansen – für mich einer der Pioniere des neuen Unternehmerdenkens

Bodo JanssenIch habe Bodo Janssen auf dem Soul@WorkKongress im Kloster Eberbach in Eltville bei seinem Vortrag erlebt. Ein Mann mit ansprechendem Charisma, Authentizität und Humor.

Mit schmunzelnder Selbstironie erzählte er, wie er selbst zunächst in die für Unternehmer so typische Falle der Beratungsresistenz tappte. Bis ihn eine anonyme Mitarbeiterbefragung auf das Auseinanderklaffen von Selbsteinschätzung und der Reflektion seiner Mitarbeiter brutal zum Nachdenken zwang.

Konsequent und offen bot er den für ihn neuen Tatsachen die Stirn und wählte dabei mit dem Satz “Nur wer sich selbst führen kann, kann andere führen.” den Weg zu sich selbst. Über sein währenddessen entstehendes Leitbild “Wer fragt, der führt” kam er zu dem Ergebnis, dass er also Folgendes sich selbst fragen musste: Was waren seine Vision, seine Werte, seine Standards, was war sein Ziel? Am Ende blieb für ihn die Antwort, “der Anblick glücklicher Menschen”. “Eine Vision hilft, konsequent nach dem gesteckten Ziel zu führen”, wie er sagte. Die seine Vision war, im Unternehmen Rahmenbedingungen für glückliche Menschen zu schaffen.

Der daraus resultierende Erfolg seiner Hotelkette Upstalsboom gab und gibt ihm recht! Während der Transformation hat sich der Umsatz von 2010 bis 2013 verdoppelt und die Auslastung wurde auf 70 % erhöht! Neben den Zahlen, die für sich sprachen und beeindruckten, erfasste etwas ganz Besonderes den Raum: Menschlichkeit. Die Zuhörer waren am Ende des Vortrages durch die Bank weg tief berührt.

Herr Janssen, Sie ließen in Ihrem Vortrag bei dem Bericht über Ihre Suche zu sich selbst und das, was Ihnen wichtig ist, kurz das Wort ‘Liebe’ anklingen. Ganz bewusst auf die Gefahr hin, dass es vielleicht nicht verstanden werden könnte.
Was Sie aus meinem Verständnis heraus ansprachen, war ein angestrebter Seinszustand, den Sie hier für sich gefunden hatten. Für andere könnte es z.B. auch Freiheit, Leichtigkeit, Losgelöstheit, Geborgenheit, Licht oder anderes sein. Dies sind die Zustände, die jeder für sich persönlich herausfinden kann, die die Grundlage jeglicher Handlungsmotivation sind. Haben wir den Kern unseres innersten Antriebes erfahren und erspürt, können wir diesen als unseren roten Faden, als Orientierung im Leben zu Hilfe nehmen. Ich sehe dies für mich als den inneren Impuls, dem wir, jeder einzelne für sich, folgen und vertrauen können.
Den Seinszustand ‘Liebe’ leiteten Sie, Herr Janssen, dann wieder auf Ihr Unternehmen ab und fanden als Ziel “den Anblick glücklicher Menschen”. Dieser Vision scheinen Sie konsequent mit seinen Herausforderungen gefolgt zu sein und der Erfolg gab Ihnen recht.

Was mich so zutiefst erfreut, ist, dass Sie als Unternehmer, als lebendes Beispiel vorgelebt haben, dass es machbar ist! Es ist meine Überzeugung, dass dies der Weg zu neuer Unternehmensführung ist. Spreche ich mit Coaches, Beratern oder Managern, so ist zu meinem Bedauern in der Regel Resignation und Frust zu hören. Meist gehen die Aufträge an dem vorbei, was eigentlich gelöst werden sollte. Es wird nicht der Mensch betrachtet, was dessen innere Motivation ist und welches aufrichtige Potential dieser in das Unternehmen einbringen könnte. Vielmehr wird gefordert, dass die Arbeitskraft, gleich welcher hierarchischen Ebene er ist, den bereits gesetzten und vorgegebenen Zielen gerecht wird. Dass ein Unternehmen ein klares und für alle transparentes Ziel bedarf bleibt unbelassen. Dieses Ziel muss jedoch gelebt werden können. Vergessen wir nicht, letztendlich besteht ein Unternehmen aus der Summe seiner darin agierenden Menschen.

Herr Janssen hatte es vielleicht insofern leichter, dass seine Startposition an der Spitze eines Unternehmens war, das er sein Eigen nennen konnte. Abgesehen von der Last und Verantwortung, die er entsprechend auch um so mehr tragen musste, hatte er so die Möglichkeit, seine gesteckten Ziele und Vorhaben mit aller Konsequenz umzusetzen. Sicher, es ist vielleicht schwerer, neue Strategien umzusetzen, wenn man nicht alleinverantwortlich ist. Aber auch dann ist man mitverantwortlich. Zu jedem Auftrag gehört eine Auftragsannahme. In dieser Phase, haben Sie liebe Leser, die Chance und Verantwortung authentisch auch Ihre Position zu kommunizieren.

Daher mein Appell an Unternehmer, Manager, Berater, Coaches und natürlich Mitarbeiter: Glauben Sie an sich und das was Sie wirklich motiviert. Hiermit ist ganz explizit nicht die finanzielle Motivation gemeint. Genau hier kommen die altbewährten Killerphrasen und das Denken hört auf: Die oder den interessiert doch am Ende eh nur das eigene Geld, dass der Umsatz stimmt, dass (viel) Gewinn gemacht wird, dass er oder sie sich mit dem Umsatz / mit dem messbaren Zustand profilieren kann usw.. Ja, alle, die so denken, haben vollkommen recht. Nur kann man hier den Gedanken fortsetzen. Warum ist mir das Geld so wichtig? Die Antwort könnte sein: Damit ich mir X kaufen kann. Oder: Damit ich mich sicher fühle. Die nächste Frage wäre dann: Warum ist mir X oder Sicherheit so wichtig? Die darauf folgende Antwort könnte wieder hinterfragt werden. … Wenn Sie immer weiter hinterfragen, kommen Sie letztendlich auf den Seinszustand, der ihre ganz eigentliche Motivation ist. Die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst. Man spricht bei dem hier genannten Verfahren im NLP vom Chunking-up. Umgekehrt kann man dann wieder ein Chunking-down vornehmen, um es dann wieder auf das Ausgangsthema zurück abzuleiten, also auch zu dem finanziellen Thema.

Herr Janssen hat mit seinem Weg gezeigt, dass man am Ende glückliche Menschen anblicken kann und gleichzeitig finanzielle Erfolge erzielen kann. In seinem Fall hat sich sogar beides gegenseitig positiv bedingt. Letztendlich geht es aus meiner Sicht um nichts anderes als die positive Nutzung der Potentiale der Mitarbeiter, was den finanziellen Erfolg unwiderruflich mit sich bringt. Es gehört nur der Mut zur Authentizität, zum ersten Schritt der anderen Art und die Bereitschaft zur mittel- und langfristigen Perspektive. Denn es ist nicht auszuschließen, dass eine Umstrukturierung kurzfristig durchaus zu einer Talsohle führen kann. Sie entscheiden am Ende, welche Perspektive Ihnen wichtig ist.

Daher noch einmal mein Apell: Glauben Sie an sich, was Ihnen wirklich wichtig ist und vor allen Dingen: Sehen Sie sich in der Verantwortung als wichtiger Teil des Ganzen. Setzen Sie durch Ihren inneren Impuls einen Beitrag.

Liebe Katharina (Maehrlein), an dieser Stelle auch Dir einen ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Kongress, der durch den Spirit seines Initiators das wiedergab, was sein Name war: Soul@Work.

Ich gebe gern, wenn es der andere von Herzen nimmt. Ich gebe ungern, wenn es mir ohne Herz genommen wird.

(Foto: Quelle www.pixabay.com von Pezibear)

(Foto: Quelle www.pixabay.com von Pezibear)

Am Wochenende kam ich mit einem jungen Mann ins Gespräch. Ich schätzte ihn Anfang Zwanzig. Wir waren auf einem Stadtfest und er genoss mit seinen Freunden die Livemusik. Die Augen strahlten, er bewegte sich behände zur Musik und eine innere Freude war in seiner Gruppe zu verspüren. Seine Haare waren seitlich und am Nacken kurz geschnitten, die übrigen lang und zu einem gezwirbeltem Zopf zusammen gebunden. Sein Gesicht war mit Piercings bespickt und aus den T-Shirt-Ausschnitten ließen sich zahlreiche Tattoos erkennen. Seine Freundin fiel durch Ihre blauen Augen auf. Diese waren durch schwarze Lidstriche hervor-gehoben und umsäumt von ihren Haaren in flammendem Orange. Ihr Antlitz gewann durch Ihr leises Lächeln an Sanftheit. Der Freund gegenüber war modisch im Casual Look gekleidet und seine Haare fielen in leichten Wellen locker bis kurz über die Ohren. Die Gruppe versprühte etwas auffallend Freundliches und Angenehmes.

Irgendwann ergab sich ein Gespräch mit meinem gepiercten Gegenüber. Einer seiner ersten Sätze war, “ich möchte einfach nur Freude um mich herum verbreiten”. Schnell sprachen wir über vielerlei Themen, die man im Einzelnen hätte tiefer durchleuchten können. Was ich jedoch konstant wahrnahm, war vor mir ein Mann, der vom Alter her die ganze Zukunft vor sich hatte. Ein Mann, der für etwas brannte, für seinen Ursprung, seine Sippe, seine Freundin, seinen besten Freund, seine Freunde – kurzum Loyalität. Er wünschte sich Standing und Profile für die Gesellschaft, genauso wie er hervorhob, dass jeder Mensch dieser Erde die gleichen Rechte hat. Die Energie die ihn durchströmte war spürbar, auch wenn er sich selbst für gänzlich kaputt erklärte.
“Ich möchte einfach nur Freude um mich herum verbreiten.” Wie wundervoll klang dieser Satz und wieviel Desillusion schwang dennoch darin mit. Seine beiden Unterarme waren innen durch vielerlei querende Narbenlinien gezeichnet. Auf dem einen Unterarm war groß und deutlich “hopeless” tätowiert. Dass seine Vergangenheit keine leichte war, sprach für sich. Ebenso war schnell wahrnehmbar, dass er für sein Leben kämpfen musste. Seine Startbedingungen waren alles andere als gut und dennoch hatte er es geschafft: Er hatte seinen Schulabschluss gemacht und eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann erfolgreich absolviert. Seine Zeugnisse waren so gut, dass er Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhielt. Doch dann kam für ihn wieder die Enttäuschung: Er wurde abgelehnt. Den Grund konnte man ihm nicht richtig nennen. Sein Fazit: Es lag an seiner Optik. Er hatte ein gepflegtes Äußeres, nur sein Geschmack war nicht mainstream. Für ihn selbst war es wieder eine Erfahrung der Desillusion und tiefen Enttäuschung. Zurück blieb die Frage, “welche Rolle und Aufgabe habe ich in dieser Gesellschaft?”.

Dieser junge Mann hatte etwas ganz Besonderes: Aufrichtigkeit und die Sprache des Herzens. Was ihm in diesem Stadium seines Lebens als Antwort blieb: “Ich möchte einfach nur Freude um mich herum verbreiten”, begleitet mit dem Grundsatz, bis ans Ende ehrlich und aufrichtig in den Spiegel schauen zu können. Welch Potential ist da bisher den Unternehmen entgangen? Ein Mann der mit aufrichtigem Herzen für das brennt, was er tut und zudem Loyalität besitzt. War es der fehlende Mut bei den Unternehmen, eine individuelle Entscheidung zu treffen? War es die Entscheidung dafür, die Flagge des Mainstreams hoch zu halten? Wie hebt sich ein Unternehmen ab, wenn es sich vom Einheitsbrei steuern lässt?

Schnell gelangten wir zur Frage, “wer und was ist der Staat und wer und was ist unsere Gesellschaft?”, um letztendlich wieder auf uns selbst zurück zu kommen. Unser Fazit beim Abschied war sodann:

Ich gebe ungern, wenn es mir ohne Herz genommen wird.
Ich gebe gerne und viel, wenn es der andere mit dem Herzen nimmt.

Wenn ein Mensch für immer geht

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Wir feiern die Geburt eines Menschenkindes und zeigen uns betreten und traurig, wenn jemand geht. Mit jeder Geburt kommt auch ein Tod – nur möchten wir die Konsequenz oft nicht wahr haben. Unsere Gesellschaft dreht sich lieber weg. Wir sind in der Vermeidung.

So steht jeder Einzelne meist mit dem Thema für sich alleine da, wenn es darum geht, Abschied zu nehmen. Natürlich ist es in erster Linie der persönliche Verlust, der uns trauern lässt. Doch oft sind wir auch dann berührt, wenn es uns nicht unmittelbar betrifft.
Was macht uns traurig? Ist es das Mitleid für den Sterbenden und auch seine Angehörigen? Ist es das Vergängliche? Ist es das Endgültige? Ist es das Nicht-Aufhalten können, das Erkennen unserer Ohnmacht? Ist es die Ungewissheit darüber, wo es hingeht, die uns Angst macht? Hier könnte uns schon ein aufrichtiger und ehrlicher Blick auf diese Fragen helfen.

Wenn wir die Chance haben, Abschied zu nehmen, was und wie können wir es tun? Selbst wenn jemand schon ein langes und vielleicht sogar gutes Leben voll- und verbracht hat, setzen wir automatisch eine betretene Mine auf. Ist es wirklich das, was wir dem Sterbenden schulden? Werden wir demjenigen damit wirklich gerecht?

Ich frage mich, wie es für mich am leichtesten wäre zu gehen. Wenn die anderen sich bedrückt zeigten und ich am Ende noch das Gefühl bekäme, ich müsste sie trösten? Dann wäre es für mich in der Tat leichter zu gehen, wenn niemand bei mir wäre. Oder erleichtert mir ein Lächeln und ein aufrichtiges “Danke, dass Du da warst” vielmehr den Weg ins andere Dasein? Der Abschied für immer kann intensiv sein. Manchmal ist es nur ein Satz, der letzte Blickkontakt oder der letzte Händedruck. Vielleicht nur flüchtig und dennoch von solcher Intensität, dass er unvergessen bleibt. Das, zusammen mit dem gemeinsam erlebten, ist das was wir in unseren Herzen mitnehmen können und was uns über den Tod hinaus verbindet. “Gehe in Frieden”, heißt es. Tragen wir etwas dazu bei und lassen den Sterbenden wohlwollend in Frieden gehen. Die Erinnerung kann uns keiner nehmen. Sagen wir demjenigen von Herzen Danke für sein Sein, im Hier und Jetzt in der Zeitlosigkeit.

Kleiner Impuls – Große Wirkung

 (Foto: Quelle www.pixabay.com von bykst und leicht überarbeitet)

(Foto: Quelle www.pixabay.com von bykst und leicht überarbeitet)

Die Lösung liegt in der Einfachheit – Dies ist ein Satz, der mich von Jugend an begleitet. Einige Male wachte ich morgens mit diesem Satz als ein Gefühl tiefer Erkenntnis auf. Nur der Weg im Traum zu dieser Erkenntnis geriet beim Aufwachen gleich in die Vergessenheit. Was blieb, war die Suche zum Schlüssel dazu. Das Leben bot seine vielseitigen Herausforderungen und in den Erkenntnisprozessen poppte immer wieder eine Ahnung auf, die mir sagte „ ja, hier irgendwo liegt der Weg zur Einfachheit“.
Wir Menschen, so unsere Annahme zumindest, gehören zu der intelligentesten Spezies dieser Erde. Wir erleben, können uns im erleben beobachten und können den Beobachter in uns noch einmal kritisch reflektieren. Wir haben also die Fähigkeit zu abstrahieren und uns in verschiedene Positionen zu versetzen. Dabei nehmen wir nicht nur uns selbst, sondern auch unser Umfeld sowie selbst die, die auf der anderen Seite der Erde leben oder von einer anderen Spezies sind, wahr. Die Informationen, die wir erhalten gehen einher mit Empfindungen … Kurzum, was für eine Masse an Informationen erreicht unser menschliches Gehirn, die wir filtern müssen, um ihrer einigermaßen habhaft zu werden. Das, was unser Unterbewusstes nicht schon automatisch ausgesondert hat, muss unser Großhirn noch einmal filtern und in Strukturen bringen. Warum? Damit unsere Weltanschauung eine gewisse Ordnung beibehält und wir wissen, wie wir uns zum Überleben orientieren können. Was liegt als intelligente Spezies naheliegender, als für all das unser bewährtes und so erfolgreiches Großhirn zu verwenden?
Schauen wir uns das Wasserbild oben an. Stellen Sie sich vor, Sie sind eines dieser immens vielen kleinen Wassermoleküle. Sie werden von den Wellen bewegt, deren Quellen unterschiedliche Wassertropfen sind. Manche Wellen fühlen sich für Sie vielleicht angenehm an, manche Wellen vielleicht eher unangenehm. Meistens fangen wir spätestens dann zu handeln an, wenn es für uns unbequem wird. Was tun Sie? Ihr Großhirn weiß, dass Sie nur ein kleiner Wassermolekül des Ganzen sind. Man könnte sich den Wellen überlassen. Man könnte sich weiter beuteln lassen und jammern, weil man eh’ nichts bewirken kann. Man könnte versuchen, sich mit den unmittelbar umliegenden Wassermolekülen zu verbinden und den Wellen zu widerstehen. Man könnte auf der anderen Seite der Quelle sehen, dass es den Wassermolekülen dort noch viel schlechter geht und denen zur Hilfe eilen. Oder man verändert gleich den ganzen Wellengang und bekämpft die Quelle. Es gäbe eine Vielzahl von Lösungen, die unser Großhirn mit der Fähigkeit für einen Blick auf die Gesamtheit uns anbieten kann. Doch, wenn ich mir diese Lösungen anschaue, hätten diese alle einen Kraftakt als Konsequenz. Selbst dann, wenn ich passiv bliebe und die Wellen ertragen muss. Ein Kraftakt, dessen Wirkung fraglich bleibt.
Wussten Sie, dass wenn man leicht aber mit einer absolut konstanten Frequenz auf einen einzelnen Punkt einwirkt, selbst eine Stahlbrücke wie die Golden Gate Bridge in Schwankung bringen kann? So stark, dass Sie am Ende bricht?
Was wäre, wenn Sie als Wassermolekül Ihr Großhirn einfach einmal ausschalten und statt nach außen zu schauen in sich hinein horchen, hinein spüren? Sie haben eigene Schwingungen in sich, nehmen Sie die Impulse wahr, ganz wertfrei. Und wenn Ihnen ein Impuls nicht gefällt, dann hat er einen guten Grund. Fragen Sie nach dem guten Grund. Und spüren Sie weiter den Impuls, lassen Sie ihn schwingen. In Ihrem Geist, in Ihrer Seele, in Ihrem Körper bis in Ihrem Tun … wie von alleine. Und eh’ Sie sich versehen, merken Sie plötzlich, wie Sie als kleines Wassermolekül in der Gesamtheit des Wassers Wellen verursachen. Und wenn Sie die Konstanz Ihres Impulses weiter behalten, schwingen die Wellen immer stärker und weiter, ohne Absicht des Einwirkens. Und es ist ganz leicht, denn Sie brauchen einfach nur Ihrem Impuls zu folgen. Sie können sich jedoch gewiss sein, dass diese Wellen Ihre Quelle im Guten haben.
Ein kleiner Impuls mit großer Wirkung. Wir müssen einfach nur Mut haben, unser Großhirn loszulassen und uns zu vertrauen. Vertrauen Sie sich und die Lösung kann so einfach sein. Sie tragen Sie bereits in sich.

Gerne können wir gemeinsam auf Ihre Lösung schauen.

Ihre Nathalie von Fischern

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