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Quantenphysik und Spiritualität

Auf einen Text, der kritisiert, dass die Quantenphysik als Beweis für die Spiritualität herangezogen wird, nehme ich folgenden Bezug:

Spiritualität und Quantenphysik werden oft gern in einem Atemzug genannt und oft frage ich mich als Nicht-Phyiskerin, inwiefern derjenige, der darüber spricht, sich tatsächlich mit Quantenphysik auseinandergesetzt hat. Auch ich habe noch keinen Passus gelesen, in dem die Quantenphysik die Spiritualiät beweist.

Dennoch hat nach meinem Verständnis die Quantenphysik einen Türöffner für die Akzeptanz der Spiritualität geliefert. Sie hat die klassische Physik ins Wanken gebracht und aufgezeigt, dass es da noch mehr geben muss. Als Fazit blieb bei mir nicht nur haften, dass die Tatsache eines Beobachters ein wichtiger Teil der beobachteten Wechselwirkungen ist. Vielmehr wurde mir bewusst, dass generell Wissenschaft sich auf eine beschränkte Anzahl von Variablen konzentriert und für alle anderen existierenden Variablen die Annahme trifft, sie seien konstant. Allein schon deswegen bietet die Wissenschaft nur ein kleines Fenster für den Blick auf das was ist und kann einem lediglich eine Annäherung an die Realität liefern, nicht aber die Realität abbilden.

Durch die Quantenphysik ist meines Erachtens eher eine Art Selbstbescheidenheit in die Wissenschaft eingetreten, die der Möglichkeit des spirituellen Seins wieder mehr Raum gibt. So gesehen ist die Quantenphysik in einer wissenschaftsorientierten Gesellschaft ein Türöffner dafür, dass Spiritualität die Rationalität nicht ausschließt. So bietet die Quantenphysik für mich nicht die Beweisgrundlage für Spiritualität, sondern den Türöffner zur Spiritualität.

Viel spannender in Richtung Spiritualität hingegen finde ich jedoch die Annahme des Naturwissenschaftlers Burkhard Heim, dass es 12 Dimensionen gäbe. Über die Annahme der 12 Dimensionen ist es ihm mathematisch gelungen die Widersprüche der klassischen Physik und Quantenphysik aufzuheben. Heim gilt jedoch bis heute noch als umstritten. Vielleicht nur deswegen, da es zum einen äußerster Anstrengung bedarf seine Herleitungen nachzuvollziehen, zum anderen weil neue Denkweisen, die das alte Bild zerrütten, nur schwerlich angenommen werden.

Noch viel interessanter finde ich die Auseinandersetzung mit dem Nullpunkt-Feld. Materie ist nichts anderes als Energie. Hier empfehle ich das Buch von Lynne McTaggart ‘Das Nullpunkt-Feld’.